Wie viel Geld gibt es auf der Welt? Das globale Vermögen 2027

Wie viel Geld gibt es auf der Welt? Das globale Vermögen 2027

Viele fragen sich: Wie viel Geld gibt es auf der Welt? Wie viel es wirklich ist, lässt sich für private Haushalte erstaunlich genau beziffern. Neue Studien zeigen Rekordwerte, aber auch, wie ungleich der Wohlstand verteilt ist.

Billionen, Milliarden, Millionen: Bei großen Vermögenszahlen verschwimmen die Dimensionen schnell. Dabei liefern zwei große Studien jedes Jahr recht verlässliche Antworten auf die Frage, wie viel Geld auf der Welt in privater Hand liegt.

Die aktuellen Ausgaben beziehen sich auf das Jahr 2025 und zeigen ein kräftiges Plus. Ein genauer Blick lohnt sich trotzdem, denn hinter den Rekorden steckt mehr als nur die Freude über steigende Kurse.

Geld auf der Welt: Fakten in Kürze

Die zentralen Zahlen lassen sich in wenigen Sätzen zusammenfassen.

  • Das private Geldvermögen stieg 2025 weltweit auf rund 268,4 Billionen Euro.
  • Inklusive Immobilien und abzüglich Schulden wuchs das Privatvermögen in US-Dollar um 10,8 Prozent.
  • Rund 57,5 Millionen Menschen besitzen mehr als eine Million US-Dollar.
  • Mehr als die Hälfte des Privatvermögens entfällt auf die USA und China.
  • Für 2026 wird beim Geldvermögen ein Plus von rund 9 Prozent erwartet.

Bevor es um die einzelnen Zahlen geht, hilft ein kurzer Blick darauf, was dabei überhaupt gezählt wird.

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Wie viel Geld gibt es auf der Welt? Der Hintergrund

Wer nach der Menge an Geld fragt, denkt oft an Bargeld und Kontoguthaben. Volkswirtschaftlich unterscheidet man dafür verschiedene Geldmengen von M1 bis M3, gestaffelt danach, wie schnell sich das Geld nutzen lässt.

Vermögensstudien gehen einen anderen Weg. Der Allianz Global Wealth Report erfasst das Geldvermögen privater Haushalte, also Bankeinlagen, Wertpapiere sowie Ansprüche aus Versicherungen und Altersvorsorge.

Der UBS Global Wealth Report zählt zusätzlich Sachwerte wie Immobilien mit und zieht Schulden ab. Seine 56 untersuchten Märkte stehen für über 92 Prozent des weltweiten Vermögens.

Mit diesem Wissen lassen sich die aktuellen Ergebnisse gut einordnen.

So verteilt sich das Geld auf der Welt

Die Zahlen für 2025 zeigen ein deutliches Wachstum, das allerdings nicht überall gleich ankommt. Die folgenden Punkte beleuchten die wichtigsten Seiten.

Rekord beim globalen Geldvermögen

Laut Allianz stieg das Geldvermögen 2025 um 8,6 Prozent auf 268,4 Billionen Euro. Nie zuvor wurde so viel Geld auf der Welt in privaten Händen gezählt, wobei rund vier von fünf Euro des Zuwachses aus Wertsteigerungen stammen.

Die einzelnen Anlageformen entwickelten sich dabei recht unterschiedlich.

Anlageform Wachstum 2025
Wertpapiere +12,4 Prozent
Bankeinlagen +5,7 Prozent
Versicherungen und Altersvorsorge +5,0 Prozent
Geldvermögen gesamt +8,6 Prozent

Der Anteil der Wertpapiere am gesamten Geldvermögen erreichte damit 46,9 Prozent, so viel wie nie zuvor.

Wo das meiste Vermögen liegt

Nach den UBS-Daten entfallen 35,7 Prozent des weltweiten Privatvermögens auf die USA. Zusammen mit China kommen beide Länder auf mehr als die Hälfte.

Beim Durchschnittsvermögen pro erwachsener Person führt die Schweiz mit rund 910.000 US-Dollar. Deutschland landet mit knapp 347.000 US-Dollar auf Platz 14.

Mehr Millionär:innen und Milliardär:innen

2025 kamen fast eine Million Dollar-Millionär:innen hinzu, mehr als 2.600 pro Tag. Gezählt wurden außerdem 3.302 Milliardär:innen, an deren Spitze die reichsten Menschen der Welt mit Vermögen im dreistelligen Milliardenbereich stehen.

Durchschnitt und Median zeigen Unterschiede

Der Durchschnitt wird von sehr großen Vermögen nach oben gezogen. Aussagekräftiger für typische Haushalte ist der Median, und der sank laut UBS 2025 in den meisten Ländern.

In Deutschland liegt das mittlere Vermögen bei rund 53.500 US-Dollar und damit weit unter dem Durchschnitt. Das passt zur ungleichen Vermögensverteilung hierzulande.

Auch weltweit ist die Konzentration hoch: Das reichste Zehntel besitzt gut 85 Prozent des Netto-Geldvermögens. Zugleich sank der Anteil der Erwachsenen mit weniger als 10.000 US-Dollar seit 2000 von fast 75 auf gut 41 Prozent.

Spannend ist nun die Frage, wie es in den kommenden Jahren weitergeht.

Wie viel Geld gibt es auf der Welt? Prognose 2027

Für 2026 rechnet die Allianz mit einem Wachstum des Geldvermögens von rund 9 Prozent. Mittelfristig erwarten die Ökonom:innen ein ruhigeres Tempo von 5–6 Prozent pro Jahr.

Als Bremsen gelten schwächeres Wirtschaftswachstum, anhaltender Inflationsdruck, geopolitische Spannungen und hohe Staatsschulden. Künstliche Intelligenz könnte dagegen neuen Schwung bringen, birgt wegen hoher Bewertungen aber auch Risiken.

Wichtig bleibt die Kaufkraft: Seit 2019 stieg das Geldvermögen nominal um 50 Prozent, real aber nur um 23 Prozent. Für das eigene Depot spricht das für eine breite Streuung, etwa mit einer kleinen Beimischung von Gold.

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Zum Schluss die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal gebündelt.

Fazit zum globalen Vermögen 2027

Wie viel Geld auf der Welt existiert, hängt von der Messweise ab: Allein das private Geldvermögen liegt bei rund 268,4 Billionen Euro. Die Prognosen deuten auf weiteres Wachstum hin, wenn auch etwas langsamer.

Gleichzeitig bleibt der Wohlstand sehr ungleich verteilt. Für den eigenen Vermögensaufbau zählen deshalb vor allem Geduld, Streuung und ein realistischer Blick auf die Inflation.

Wie viel Geld gibt es auf der Welt? FAQs

Drei Fragen tauchen rund um das Thema besonders oft auf.

In welchem Land ist das meiste Vermögen?
In den USA, auf die laut UBS 35,7 Prozent des weltweiten Privatvermögens entfallen. Den höchsten Durchschnitt pro erwachsener Person hat dagegen die Schweiz.

Warum unterscheiden sich die Zahlen der Studien?
Die Allianz erfasst nur das Geldvermögen in Euro, die UBS rechnet Immobilien ein, zieht Schulden ab und misst in US-Dollar. Auch Wechselkurse spielen deshalb eine Rolle.

Wie viele Millionär:innen gibt es in Deutschland?
Laut UBS zählt Deutschland mehr als 2 Millionen Dollar-Millionär:innen. Damit gehört es zu den Ländern mit den meisten Millionär:innen weltweit.

Hinweis: Alle Angaben beruhen auf veröffentlichten Studien und Schätzungen und stellen keine Anlageberatung dar, keine Gewähr.

Artikelbild: Jason Leung / Unsplash